Gewässersystem

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Die Rodach ist der bedeutendste rechtsseitige Zufluss des oberen Mains, der im Durchschnitt etwa ein Drittel des Gesamtabflusses Main/Rodach bringt. Sie entspringt am Rennsteig im Wurzbacher Forst bei Rodacherbrunn (Thüringen) auf einem Sattel zwischen Finkenberg und Kirchhügel auf 679 müNN und mündet nach 47,7 km auf einer Höhe von 268,5 müNN bei Main-km 440,1 in den Main. Geologisch entspringt die Rodach dem Unterkarbon und durchquert dann den Frankenwald bis Nordhalben zunächst in einem engen Kerbtal. Die Trinkwassertalsperre Mauthaus passierend verbreitert sich das Tal zum Kerbsohlental mit zunehmend dichter Besiedlung in der Talsohle. Zwischen Zeyern und Kronach durchschneidet die Rodach in schneller Abfolge Terrassen des unteren, mittleren und oberen Muschelkalks. Dabei öffnet sich der Talraum in Richtung Kronach. Ablagerungen des Quartär im Talraum überlagern nun Formationen des oberen und mittleren Buntsandsteins, später des Sandsteinkeupers. Im Unterlauf beidseits von Redwitz an der Rodach zeugen zahlreiche Baggerseen vom dortigen Abbau von Terassenschottern und -sanden im Auenbereich.

Die 46,9 km lange Steinach entspringt ca. 1 km westlich von Neuhaus am Rennweg (Thüringen) auf einer Höhe von 813 müNN. Südlich von Sonneberg überschreitet sie die thüringisch bayerische Landesgrenze und mündet bei Redwitz a.d. Rodach in die Rodach. Das Einzugsgebiet der Steinach hat eine Größe von ca. 240 km². Große Teile der Steinach zeigen noch den typischen mäandrierenden Längsverlauf. Die ökologische Situation wird in einigen Bereichen immer noch durch Hochwässer und Überschwemmungen geprägt. Durch landwirtschaftliche Nutzung wird die Strukturvielfalt der naturnahen Auenlebensräume allerdings stark eingeschränkt. So sind Auwälder nahezu vollständig verschwunden. In den verbliebenen intakten Bereichen weist das Steinachtal eine außergewöhnliche Ausstattung an seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten auf. Die Ichtyologische Karte Oberfrankens weist den im Gültigkeitsbereich des Hochwasserrisikomanagement-Plans liegenden Abschnitt der Steinach als Äschenregion aus.

Die Kronach ist ein Fluss im Landkreis Kronach. Ihr Einzugsgebiet hat eine Größe von ca. 123,7 km². Quellbäche der Kronach sind die Kremnitz und die Grümpel, die im Frankenwald entspringen und sich ca. 1,5 km nördlich von Steinberg auf einer Höhe von 357 müNN zur Kronach vereinigen. Als Nebengewässer der Kronach sind der Eibenbach, der Tiefenbach, der Trebesbach, die Remschlitz und der Hainbach zu nennen. Die Kronach hat eine Länge von ca. 8,8 km und fließt durch die Orte Steinberg, Friesen, Dörfles und Kronac, wo sie schließlich auf 303 müNN in die Haßlach, ebenfalls ein Gewässer II. Ordnung mündet. Charakteritisch für die Kronach ist der stark verbaute Gewässerquerschnitt. Ursache dafür ist die Flößerei, durch die das gesamte Gewässernetz des Frankenwalds im Einzugsgebiet der Rodach seit dem 14. Jahrhundert umgestaltet wurde. Bis zum frühen 20. Jahrhundert wurden alle Wasserläufe auf einer Länge von 200 km in ihrer Gestaltung dieser Hauptnutzung unterworfen.

Größere Nebengewässer der Rodach

Gewässer

Einmündung

Länge

Einzugsgebiet

Stelle

Rodach-km

km

km²

Nurner Ködel

unterh. Mauthaustsp.

38,6

9,5

40,0

Wilde Rodach

unterh. Steinwiesen

30,8

21,1

107,9

Haßlach

bei Kronach

17,9

30,0

320,5

Leßbach

oberh. Küps

12,4

11,2

40,7

Steinach

bei Redwitz

3,8

46,9

240,0