Hochwasserereignisse

In Chroniken wird über außergewöhnliche Wasserstände der Tauber im Jahr 1340, im Januar 1682 (Eisgang) und bei einem Dutzend Ereignissen im 18. und 19. Jahrhundert berichtet. In der jüngeren Vergangenheit können die Hochwasserereignisse vom März 1942, Februar 1970, März 1988, Dezember 1993 und Oktober 1998 genannt werden.

Die drei zuletzt genannten Ereignisse führten im Taubertal zu den höchsten Hochwasserabflüssen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei gingen den Ereignissen vom Dezember 1993 und Oktober 1998 stärkere Vorregen voraus, so dass zu Beginn des jeweiligen Hauptereignisses eine hohe Bodenfeuchte im Gebiet vorlag. Im März 1988 führte darüber hinaus eine während der Niederschläge einsetzende Schneeschmelze zu Hochwasser. Jedoch waren in Tauberbischofsheim die mit diesen Ereignissen einhergehenden Wasserstände im Vergleich zu dem „Eis-Hochwasser 1682“ gering (hiervon zeugt eine Hochwassermarke in der Tauberbischofsheimer Altstadt).

Nur 2 Jahre nach dem Dezemberhochwasser 1993 führte im Januar 1995 ein weiteres Ereignis zu einem extremen Hochwasser im Einzugsgebiet des Rheins und auch des Mains. Das Januarereignis 1995 löste aber nur im Unterlauf der Tauber kritische Wasserstände aus, hauptsächlich betroffen war die an der Taubermündung gelegene Stadt Wertheim.